Atze Ossi mit Band & Nessi im Berliner Privatclub.

dsc00534Mal wieder! Drei Monate nach seinem Solokonzert in diesem Club, ließ er es sich nicht nehmen und kehrte erneut zurück. Mit Band. Und mit dem großartigen Support Nessi! Matze hat schon recht, wenn er sagt: “Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich Nessi supporten darf!” Das wird auch nicht mehr lange dauern!

Berlin, 14. Januar 2011

14 Uhr: Feierabend! Pünktlich sogar. Also nichts wie ab nach Hause, Tasche geschnappt und schon stand ich am Hamburger Hauptbahnhof. Oh je, wo kamen nur die ganzen Menschen her? Verdammt, ich vergaß: Es war Freitag. Und was das heißt, weiß mittlerweile JEDER: Überfüllte Züge! Auch mein IC nach Berlin war selbstverständlich betroffen.

Kontrolleur: „Im Zugabteil Nummer 361 sind noch Plätze frei! Einfach 6 Abteile durchlaufen.“ Ja nee, ist klar! Ich renne doch keine sechs Abteile durch, wenn sich die Menschen schon im Flur stapeln. Wozu gibt es denn diese (t)ollen Klappsitze? Okay, man musste zwar immer aufstehen, wenn einer vorbei wollte & man konnte die Beine nicht ausstrecken. Aber sonst?

Ankunft: Nach fast zwei Stunden fahrt und eingeschränkter Körperhaltung spuckte mich der IC am Berliner Hauptbahnhof aus. Och, nur gute 20 Minuten Verspätung. Wenn es weiter nichts ist! Kaum hatte ich den ersten Fuß auf dem Bahnsteig, sah & hörte ich eine Frau am Telefon schreien: „Du willst 1000 Euro von mir?? Hast du sie noch alle…“ Die Kraftausdrücke, die danach folgten, werde ich aber besser nicht aufzählen. Gut, dass ich zur S-Bahn musste, so konnte ich mich schnellen Schrittes dieser Person entziehen.

Ostbahnhof: Endlich am Ziel angekommen. Die Tasche wurde ins Schließfach geschmissen & schon ging es zusammen mit Jana zum Privatclub.

Herr Rossi spielte vor drei Monaten das letzte Mal in diesem Club- Und es kam mir vor, als ob es erst gestern gewesen wäre! Im Oktober stand er noch alleine auf der Bühne & dieses Mal hatte er seine Band mit im Gepäck. Sehr schön!

Privatclub: Für die, die nicht in Berlin wohnen, ist es ziemlich schwer, diesen Club überhaupt zu finden. Denn ich wusste zum Beispiel letztes Jahr nicht, dass man dafür erst durch ein Restaurant gehen musste, um hinter einer Tür zu verschwinden, die runter zum Keller führte. Und so kann man sich auch nur sehr schwer vorstellen, dass sich dort auch Leute einfinden, die sich spontan ein Konzert anschauen möchten. Nein, diejenigen würden einfach ahnungslos am Restaurant vorbeilaufen. Schade!

Der Einlass: hatte bereits begonnen & so konnte man es sich bis zum Beginn des Konzertes auf den Sofas gemütlich machen. Der Club füllte sich langsam & Nessi betrat die Bühne. Ach, was hat diese Dame für eine grandiose Stimme? Gänsehaut! Auch Herr Peks schaute sich Nessi an- aus der ersten Reihe, selbstverständlich! Kritisch wurde es nur, als er den letzten Schluck Bier aus der Flasche nahm & es mit einem „Verflixt!“ geknickt zur Kenntnis nahm.

Das Highlight: war, als Nessi eigentlich schon fertig war, aber die Leute noch eine Zugabe verlangten. Gott sei Dank, denn dadurch kamen wir in den Genuss eines wunderbaren Coversongs von Red Tape Parade. Und da Wauz von eben dieser Band anwesend war, wurde er kurzerhand gefragt, ob er Lust hätte, mitzusingen. Das ließ er sich nicht nehmen & schon schmetterten uns Nessi & Wauz den Song entgegen & das Publikum war sprachlos! Wahnsinn! Wahnsinn! Wahnsinn! Mehr kann ich dazu einfach nicht sagen. Schön war auch, dass das Publikum aufmerksamer als im Oktober war. Top!

Senore Matze Rossi & Band: betraten die Bühne. Matze hatte auch gleich ein passendes Shirt von Red Tape Parade an. Ja, dieser Mann hat Geschmack! Ich kannte sonst immer nur die Solokonzerte von Matze & war deshalb umso gespannter darauf, wie sich das alles mit Band anhören würde. Und es hörte sich sehr sehr sehr gut an! Und vor allem schön LAUT! So muss das sein! Denn folgende Textzeilen konnte man mit voller Kraft mitsingen:

„Egal ob Osten oder Westen, Süden oder Norden. So lange mich diese Beine tragen werde ich alles wagen. So lange du nur an mich glaubst, weiß ich dass mir doch nichts passieren wird. So lange bleibe ich unverwundbar und geh weiter unbeirrt.“ Oder „Wie lange kannst du laufen? Wie lange kannst du rennen? Es geht doch nur um´s Ankommen. Um einen sicheren Platz. Oder dass man sich erinnert, dass man ihn schon gefunden hat.“

Illusion der Kontrolle: Beste Waffe, Unverwundbar, Dein Elefant, Schwimmen, Dreh mich… Um nur einige Songs zu nennen, die gespielt wurden. An der Stelle: „Ja, wenn das ein Film wär, hätte er spätestens jetzt Applaus verdient.“  gab es diesen Applaus. Er war nicht aufdringlich, er hat nicht gestört. Nein, dieser Applaus war genau richtig & Matze bedankte sich dafür.

Die Ansagen: sind nicht immer die Stärke von Matze Rossi! Bestes Beispiel dafür war die Ankündigung zum Song Ich lasse mir nichts mehr nehmen: „Dieser Song handelt davon, dass ich mir nichts mehr nehmen lasse!“ Auch dafür gab es einen berechtigten Applaus!

Ein Lachanfall: Ja, was war denn da mit Sven Peks los? Alberei mit Tobi brachte Sven zum Lachen. Soweit, dass er schon fast zusammengebrochen wäre, aber noch genug halt an der Wand fand. Bei Tobi sah es nicht anders aus & Marius hielt sich tapfer! Das Publikum amüsierte sich köstlich, Matze sang unbeirrt weiter. Er hat es bestimmt nicht wirklich mitbekommen. Wahrscheinlich fragte er sich eher, warum denn einige so lachen mussten. Großartig!

Sven Peks: sorgte kurze Zeit später für ungläubige Gesichter und Lacher. Denn der arme bekam immer mal wieder Stromschläge durch das Mikro ab und wartete wohl beim Singen jedes Mal darauf, dass es ihn erneut trifft!

Songwünsche: wurden zwischendurch natürlich auch gerne reingerufen. So auch Aus Traum (Ruinen), was ich auch sehr gerne gehört hätte. Eine Dame rief folgendes: „Aus Traum Urin! Äh.. Ruinen!“ Sehr schöner Versprecher war das! Gespielt wurde es dennoch nicht.

Eine Weltpremiere: gab es zu hören (mir ist der Titel entfallen! Wer es wissen möchte, um welchen Song es sich gehandelt hat, fragt bitte bei Atze Rossi nach!), neue Songs wurden gespielt und haben bereits HUNGER auf mehr gemacht! Was für ein grandioser Abend das war. Unglaublich!

Rufe nach Zugabe: gab es, aber leider fand danach eine Bad Taste-Party statt, sodass doch recht zügig abgebaut werden musste. Schade! Und da wir noch etwas bei der Bad Taste- Party blieben, bekam ich auch einen schönen Ohrwurm von Modern Talking mit auf dem Weg. Vielen Dank dafür!

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