Sven Peks im Interview.

DSC02005Der sympatische Sven Peks, der sein Herz der Musik, dem Tauchen und absoluten Schwachsinn verschrieben hat, erklärte sich nach dem Senore Matze Rossi- Konzert in Ibbenbüren dazu bereit, einige Fragen zu beantworten. Seine einzige Bedingung: Keine Fragen über Musik! Okay, nichts leichter als das! Hier nun das Ergebnis des sehr spontanen Interviews. Viel Spaß!

Sven, eine Jugendsünde?
(fängt an zu lachen) Oh Gott.

Bei der ersten Frage schon voll erwischt!

Ja, voll erwischt! Ich habe als Kind immer unheimlich gerne rumgezündelt. Und ich habe dann irgendwann an einer Grundschule einen Zypressenstrauch mit röschem Material entdeckt. Der Strauch war doppelt so groß wie dieser Billardtisch hier. Oben drauf war alles grün und unten schon alles verdörrt. Da habe ich mir gedacht: Mal gucken was passiert, wenn ich da ein Feuerzeug hinhalte.

Und?

Das Ding ist komplett abgefackelt und die Schule fast mit! Es gab einen fetten Feuerwehreinsatz!

Oh nein!

Ja, das war einfach Wahnsinn!

Wie alt warst du da?

Da war ich ungefähr 11!

Das fängt schon gut an mit dem Interview! Deine Macke?

Meine Macke? (überlegt kurz) Ich glaube, meine Fäkalgeschichten. Das ist so eine Macke. Ich muss die wirklich jedem permanent auf die Nase binden. Und die Zuneigung zu meiner Hämoride, mit der ich mich auch gerne unterhalte. Nachts, wenn ich alleine bin..(lacht)

Hat die auch einen Namen?

Rhoi (ausgesprochen Roy). Von Haemorrhoid!

Das macht mich schon wieder fertig! Welche 3 Dinge würdest du auf eine Insel mitnehmen?

Definitiv Ananas. Alle Alben von den Beatles und natürlich Tauch- Equipment!

Welche peinlichen Sachen sind dir schon auf der Bühne passiert?

Die dümmste Sache, die mir je passiert ist: Ich war kurz vor unserem Konzert mit Jörg bei ihm zu Hause. Er hatte eine richtig fette Wasserpfeife zusammen gebastelt und als er einmal daran gezogen hat, meinte er, dass er sich kurz ins Bett legt. Als ich dann da mit der Pfeife saß und nicht wusste, was ich tun sollte, habe ich mir diesen ganzen Kram alleine reingeballert. Dann kam seine Frau und meinte: Wir trinken jetzt zusammen einen Sekt! Dann haben wir die Flasche geöffnet und dann fing das Kind an zu schreien, was erst ein paar Monate alt war. Sie ist zu dem Kind und ich habe mir die Flasche Sekt ebenfalls alleine reingedreht. Ich schaute irgendwann auf die Uhr, es war relativ weit zum Konzertsaal und auch fast ausverkauft. Ich habe dann erstmal das Konzert verpennt. Ich bin zu spät gekommen, die Band war schon längst auf der Bühne. Mit der Gitarre auf der Schulter bin ich durch die Menge und habe die Bühne nicht gefunden. Ich habe mich dann immer umgedreht und habe den Leuten die Gitarre über die Rübe gezogen. Irgendwann saß ich im Schneidersitz auf der Bühne, alle haben gewartet und waren total angepisst. Es waren ungefähr 400 bis 500 Leute da, es war rappelvoll und ich habe den Stecker nicht in den Verzerrer reinbekommen! Das war der peinlichste Moment meines Lebens! Ich habe so gezittert. Und irgendwann schaue ich nach rechts und mein Schlagzeuger stand mit verschränkten Armen neben mir und ich meinte so: “Ey, bitte hilf mir!” Und er schaut runter und meint: “Hey, da habe ich kein Mitleid!” Bei diesem Konzert musste ich singen und Gitarre spielen.

Und das hast du natürlich geschafft?

Nein, natürlich nicht. Du weißt doch, wie das mit mir ist. Ich bekomme das nach 3 Bieren schon nicht mehr hin!

Wann und wo war das?

Vor 15 Jahren in Schweinfurt. Mit der Band, die damals Man Ray hieß. Als Support für H-Blockx. Das war unangenehm.

Was bringt dich auf die Palme?

Wenn ich Jemanden im Studio etwas versuche zu erklären und dann gesagt wird: “Ja, okay. Alles klar!” und ich nicht einmal mit dem Erklären fertig war. Wenn ich dann auf “Record” drücke und er macht es wieder falsch und das noch einige Male passiert, dann raste ich komplett aus! Ich gehe dann auch immer raus aus dem Studio, direkt in den Wald, stelle mich vor einen Baum und schreie. Danach kehre ich wieder ins Studio zurück. Das darf natürlich kein Kunde mitbekommen.

Wie würdest du deine Mitmusiker beschreiben?

Die sind alle total behindert! Nee, das sind alles total liebe Typen. Wir sind mehr oder weniger zusammen aufgewachsen, jeder hat so seine Macke. Tobi zum Beispiel: Wenn man sagt:” So, jetzt können wir los!” dann muss er nochmal eine rauchen. Matze ist immer zu früh. Egal, wo man hinwill. Marius ist dafür immer zu spät.

(Eine nette Dame bietet Herrn Peks Obst an.)

Geh weg mit dem Scheiß! Ich habe eine Allergie auf Obst. Bis auf Ananas. Das europäische Obst kann ich nicht essen: Keine Pfirsiche, Äpfel, Birnen. Alles!

Berufswunsch in der Kindheit?
Ich wollte Vulkanologe werden. Ich habe es sogar studiert. Also ich wollte entweder Vulkanologe oder Meeresbiologe werden. Erst habe ich Geologie studiert. Dann Geografie und Botanik. Das habe ich dann alles ein wenig zusammengebracht. Später habe ich mit der Musik schon mehr oder weniger mein Geld verdient. Alle Studenten haben wahnsinnig viel Wert auf das Studium gelegt, nur mir war das zu trocken und ich habe es dann geknickt. Aber Meeresbiologie konnte ich mir ein bißchen mit der Taucherei erfüllen.

Wie lange machst du das jetzt schon?

Seit 6 Jahren.

Also hast du sehr spät damit angefangen?

Ich habe sehr spät damit angefangen. Ich hatte einen Spontanurlaub in Ägypten gemacht und im Reisebüro meinten sie, dass man sich feste Badeschuhe mitnehmen sollte, weil direkt am Hotel ein Riff wäre. Dann sind wir hin und haben uns am zweiten Tag gewundert, warum da alle schnorcheln und stundenlang im Wasser sind. Also haben wir uns Schnorchel & Flossen geliehen, sind rein. Im Brusttiefen Wasser kamen Korallenblöcke, ganz viele Fische und ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass ich Tauchen muss und habe damit auch gleich angefangen.

Das war es auch schon. Danke!

Ich hoffe, dass das genug Schwachsinn war!

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