Atze Ossi & Tigeryouth in Hamburg, Astra Stube.

154315_4811465681009_2024262617_n22. November: Gegen halb fünf erhielt ich eine SMS: “Du, wie komme ich vom Hbf am besten zur Astra Stube?” Absender: Tigeryouth. Es brachte mich zum Lachen. Ich dachte mir: “Wie kann ein Mensch eigentlich so liebenswert verpeilt sein?”

Aber genau diese Art und seine dreckige Lache liebe ich so an diesem Kerl! Achja, und seine Songs natürlich auch! So holte ich ihn ab & brachte ihn sicher zur Stube. Warum eigentlich? Weil er an diesem Tag als Support für Senore Matze Rossi spielen sollte! Mein Herz machte schon Wochen vorher unzählige Freudensprünge!

Das komische daran: Ich hatte mir kurz nach der Bekanntgabe eine Karte dafür gekauft. Aber irgendwann dachte ich: “Nee, ich gehe doch nicht. Ich verkaufe die Karte!” Denn was mich an der Astra Stube stört: Man darf dort drin rauchen. Es ist ein winziger Club. Und je länger der Abend, umso weniger Luft bekommt man. Und irgendwann macht es einfach keinen Spaß mehr. Dann geht man während der Hauptband schon vor die Tür, um wenigstens etwas frische Luft in die Lungen zu bekommen. Genau das schrieb ich Matze, als er mich fragte, warum ich denn nicht zum Konzert kommen möchte. Und was soll ich sagen? Er hat für diesen Abend ein Rauchverbot durchboxen können. An dieser Stelle nochmal ein großes “DANKE!” in seine Richtung!

Tigeryouth erfolgreich abgeliefert. Und wieder ging mein Weg zurück zur Sternschanze. Denn auch Tobi vom Leipziger Lala Studio hatte sich angemeldet. Dass ich fast eine Stunde auf ihn warten musste, erwähne ich an dieser Stelle auch nur nebenbei. Nicht wahr, Tobi? Aber zur Entschädigung drückte er mir später die neue CD von Matze Rossi in die Hände. Vergeben und vergessen!

Mit Tobi im Schlepptau ging es dann zurück zur Astra Stube. Nachdem wir für einige Minuten davor saßen, wurde es langsam doch zu kalt und es zog uns in den Club. Aber aufwärmen war auch dort nicht wirklich angesagt. Eine leichte Kälte durchflutete die Stube. Und die hielt sich auch hartnäckig bis zum Ende.

Ganz besonders freute mich der Anblick von meinem “besten Freund”: Merchtyp André! Und weil wir wirklich so(!) gut befreundet sind, überließ er mir den Hocker am Merchkoffer. Zumindest solange, bis Tigeryouth sein Set beendete.

Tigeryouth.

Schreihals Tigeryouth legte los. Ich schaute mir das alles von ganz hinten an. Aber irgendwie..es lag etwas Unruhe in der Luft. Vielleicht war ich an diesem Abend auch einfach zu empfindlich? Ich weiß es nicht. Bei mir wollte der Funke leider nicht ganz überspringen. Was aber nicht an Tigeryouth lag. Ich bin einfach generell gegen Labertaschen, die nicht die Fresse halten können. Ich möchte den Musiker auf der Bühne zuhören & mir nicht notgedrungen die Erlebnisse vom letzten Wochenende anhören müssen. Sorry!

Tigeryouth schipperte sich souverän durch sein Set. Als hätte er nie etwas anderes gemacht. Und als er so spielte, fiel mir ein, dass ich ihm mal für einen vorherigen Auftritt in der Astra Stube eine Setlist anfertigte. Wie kam es eigentlich dazu? Ich kann es gerade nicht mehr so genau sagen. War wohl eher eine Schnapsidee gewesen.

Matze Rossi machte sich Startklar. Den Hocker überließ ich wieder dem Merchchef. Ich bekam nämlich schon leicht Mitleid mit ihm, weil er die ganze Zeit stehen musste…

So suchte ich mir einen Weg an die Front. Ja, mittig kann man stehenbleiben. Noch immer mit Jacke und Mütze. Es war tatsächlich kalt. Da brachten die Menschen um einen herum auch nicht wirklich viel. Zumindest aber das Herz brannte lichterloh. Wärme von innen- die wichtigste Feuerquelle überhaupt. Denn wenn es dieses Feuer irgendwann nicht mehr geben sollte, dann kann man sich gleich vom nächsten Hochhaus stürzen…

Aber das wird nie passieren! Warum? Sollte das Feuer irgendwann drohen den Geist aufzugeben, kann man diesem kritischen Zustand schnell mit Spiritus entgegenwirken!

Spiritus= Lieblingssongs. Musiker, die die passenden Zeilen in den richtigen Momenten von sich geben. Und damit unzählige Leben retten. Zu diesen Musikern gehört für mich ganz klar Matze Rossi! Er hat mir schon oft den Arsch gerettet. In ausweglosen Situationen oder bei depressiven Schüben. Es tut teilweise weh, seine Songs zu hören. Nehmen wir nur den Song “Bald zu Hause“. Dieser schnürt mir wirklich jedes Mal die Kehle zu. Hilft aber auf der anderen Seite auch ungemein.

Matze Rossi.

Matze begann, wie fast immer, mit “Analog am Stück”. Großartig war, dass er bereits danach schon meinte, dass er nicht wüsste, was er noch spielen sollte. Pah! Aber es fielen ihm doch noch einige Lieder ein: “Dein Elefant“, “Das ist für die Lieblingslieder“, “Balsam“, “Was haben wir dazugelernt“, “Beste Waffe“, “Warum aus mir und meinen Freunden nichts mehr werden kann“,….

Und man muss es einfach sagen: Die ganzen Texthänger durften natürlich auch an diesem Abend nicht fehlen! Zumindest kam er dann auf die Lösung: Er darf uns beim Singen einfach nicht mehr ansehen, dann klappt das besser! Obwohl- ich habe jetzt keinen großen Unterschied gemerkt! Direkter Blickkontakt mit dem Publikum oder die Augen geschlossen- es scheint einfach nichts zu helfen! Aber warum auch? Er kann drüber lachen, wir auch. Alles super! Aber man stelle sich nur mal vor, er würde bei jedem Texthänger so austicken wie Kinski. Dann hätte wohl wirklich niemand mehr was zu lachen!

Ebenso schön war zu beobachten: Wenn der Support sich in das Publikum schmuggelt, mit einem Grinsen dort steht und mitsingt. Einfach Fan ist. So soll das sein! Umgekehrt war das ebenfalls der Fall: Der Hauptact schaut sich den Support aus verschiedenen Blickwinkeln an und macht Fotos. Wippt mit. Können die Herren beim nächsten Mal nicht einen Song gemeinsam spielen? Vielleicht so eine Art Duett? Das wäre doch mal etwas! Ich bin dafür!

Diesen beiden Musikern wünscht man vom Herzen nur das Beste! Es ist schön, sie immer wieder auf der Bühne erleben zu können. Zu sehen, wie viel es ihnen in diesem Moment bedeutet, Musik machen zu können. Menschen mit den Songs zu fesseln. Sogar eine Hilfe zu sein, auch wenn sie es überhaupt nicht wissen.

Somit bleibt mir nur noch eine Sache zu sagen: Vielen Dank an Matze, Tilman, André & Tobi! Es war ein wunderbarer Abend!

Senore Matze Rossi: Klick!
Tigeryouth: Klick!

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