Atze Ossi, Anna Blume & Andi Solo in Schweinfurt, Stattbahnhof.

923437_10208212358403129_3508882628286252256_nIn jedem Jahr dachte ich: Mensch, ich will auch mal nach Schweinfurt zum Stattbahnhof, um mir den Rossi anzusehen. Aber nie hat es geklappt, da in der Gastronomie natürlich auch an sämtlichen Feiertagen gearbeitet wird und man sich deswegen eher durch den Job quält. Aber 2015 sollte alles anders sein…

Esther (vom Kaos Skola Festival) kam irgendwann im Oktober mit Schweinfurt um die Ecke und wenn man mir irgendwelche Ideen näher bringt, bleiben die meistens im Kopf hängen. Und was soll ich sagen? Ich bestellte Ende Oktober die Karten und Vorfreude machte sich breit.

‚Matze sagen wir aber nicht, dass wir kommen!‘
‚Okay!‘

25. Dezember: Die Strecke bewältigte ich spielend mit dem Zug und 10359533_10208232944117759_2566425524787452513_nkam am frühen Nachmittag in der Stadt an. Da mein Hotel irgendwo im Gewerbegebiet lag, lief ich fast eine Stunde lang durch die Gegend, bis ich meine Unterkunft fand. Eingekesselt zwischen Burger King, Aral und der Autobahn. Spitzenmäßig!

Schweinfurt konnte mich nach dem Spaziergang noch nicht recht überzeugen, hoffte aber, dass sich das am Abend ändern würde.

Nach einer ausgedehnten Gammelrunde im Hotel hieß es erneut: Los Richtung Stattbahnhof! ‚Ehepaar Kaos‘ holte ich auf dem Weg zu diesem ab und man schlenderte durch die Gassen. Was gesucht wurde? Bier! Was fast nicht gefunden wurde: Bier! Nico bereits leicht am Verzweifeln und somit stürmte er am Ende doch noch das ‚Bernstein‘. Nunja, es wäre dort drin ganz gemütlich gewesen, wenn die Heizung nicht auf Anschlag gelaufen und nicht gerade ein Soundcheck der Band ‚Bitter Sweet‘ veranstaltet worden wäre. Letztere Sache führte fast zum berühmten Ohrenschmerz, sodass es wirklich an der Zeit für den Aufbruch war!

Stattbahnhof: Anna Blume eröffnete den Abend. Hat mich jetzt so nach den ersten Songs nicht überzeugen können, sodass es mich nach draußen verschlug.

Pünktlich zu Andi Solo wieder rein und überzeugen lassen! Genialer Typ und wie sehr man während seines Auftrittes an Schätzchen Tigeryouth denken musste, weil da an einigen Stellen der Stimmenklang so übereinstimmte, dass man nur die Augen schließen musste und man gar nicht mehr so sicher war, wer da gerade auf der Bühne steht.

Danach Rossi. Der Saal war gut gefüllt und er hangelte sich wie immer gekonnt durch seine nicht vorhandene Setlist: Ob ‚Geist‚, ‚Von Holzschwertern‚, ‚Dreh mich‚, ‚Wunder‚ oder ‚Bald zu Hause‚- eine gesunde Mischung aus alten und neueren Stücken, sodass wohl für jeden etwas dabei war.

Was auffiel: Das Publikum war wahnsinnig unruhig und das fast durchgängig, was einfach immer -egal, bei welchem Konzert man auch ist- mehr als schade ist. Irgendwie fehlte für mich an diesem Abend diese besondere Stimmung, bzw. die gewisse Verbindung zwischen Publikum und Rossi, die man sonst bei den meisten seiner Auftritte verspürt. 1909660_10153859337094184_674789765395928705_n

Highlights: Der Song ‚Best Friends‚, den er immer unverstärkt am Bühnenrand wiedergibt, welcher erst so richtig durch die Unterstützung vom Publikum auflebt und regelrecht Gänsehautwellen auslöst.

Du weißt doch noch wie das geht, oder?‚ BÄM! Wie oft habe ich diesen Song bereits gehört und wielange steht dieser schon ganz weit oben auf meiner persönlichen ‚Lieblingslieder für die Ewigkeit!‘ Liste! Genial! Als wäre das noch nicht genug gewesen, versuchte er sich an der Loop Station. Und was soll ich sagen? Er bekam es FEHLERFREI hin.

MATZE und FEHLERFREI! Dass ich das nochmal erleben darf! 2016 wird sein Jahr. Daran glaube ich fest!

Fazit: Ein Konzert, welches in meiner Rangliste eher im gesunden Mittelmaß aufgelistet ist. Nicht mehr und auch nicht weniger. Aber wie schön es war, viele Menschen in die Arme schließen zu können, die man viel zu selten sieht! Allein dafür hat sich die Anreise schon gelohnt.

Danach lungerte man noch bis ungefähr 2 Uhr im Stattbahnhof rum, eh mich Taxifahrer Sven am Hotel rausschmiss und mir somit den langen Spaziergang ersparte. Vielen Dank!

Achja: Der meistgehörte Satz an diesem Abend?

‚Ich bin zu alt für diesen Scheiß!‘

 

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